Karoline Wibmer

Foto: Wolfgang C Retter

Kulturarbeiterin mit Schwerpunkt auf dialogischen und traumainformierten Kunstprozessen im Alpenraum.

Karoline Wibmer arbeitet an der Schnittstelle von Körperarbeit, Kunst und kollektiven Prozessen. Ihre Wurzeln liegen im Shiatsu, das sie seit vielen Jahren praktiziert. Aus dieser Erfahrung bringt sie ein feines Gespür für Energieflüsse, Stagnationen und Ressourcen mit – und überträgt diesen Blick auf Projekte und Gruppen: so wie ein Körper kann auch ein Prozess frei fließen oder Energie verlieren.

Ihr Zugang ist geprägt von Forschergeist und kontemplativer Praxis. In der Stille, im Selbstkontakt und in der meditativen Forschung findet sie Impulse, die ihre künstlerische Arbeit nähren. Themen wie Beziehungsraumpflege, das tiefe Verstehen von Konflikten und die Frage, wie gemeinsames Arbeiten lebendig bleibt, ziehen sich wie rote Fäden durch ihre Projekte.

Ein zentraler Schwerpunkt ist ihre Erforschung von Energetischer Nachhaltigkeit: Wo wird Energie genährt, wo wird sie verschwendet – und wie lassen sich Prozesse so gestalten, dass sie für alle Beteiligten tragfähig bleiben? Ebenso prägend ist ihr Arbeiten mit der Idee der Kompetenz-Hierarchie: ein kreatives Miteinander, in dem das Lauschen entscheidend ist – nämlich auf die Frage, wo in einem Moment die höchste Kompetenz liegt.

Diese Haltung trägt ihre künstlerische Praxis im Verein Kunst & Sein: ob in dialogischen Formaten wie dem About Home-Spiel, in partizipativen Projekten im öffentlichen Raum oder in experimentellen dramaturgischen Prozessen. Karoline versteht ihre Kunst als Einladung, Räume zu öffnen, in denen Menschen sich selbst, einander und der Gegenwart begegnen können – achtsam, forschend und mit Sinn für das Verbindende im Unterschiedlichen.

Mehr Informationen über Karolines Arbeit finden sich hier: www.kunstundsein.at